Einreise
Wie kommt man zum Sudan? Man trifft in Aswan eine italienische Reisegruppe unter schweizer Organisation und schliesst sich dieser an. Das ist schon deshalb grossartig, weil der Italiener Sudan betont, wie der Wiener seine Vorzugstaetigkeit und weil all das im Vorfeld der Reise schon Anlass zu so manchem Wortwitz war, ist man stets belustigt. Der Italiener hat’s nicht so mit den fremden Kulturen und der Schweizer ist natuerlich serioes im Auftritt und durchorganisiert, ganz weltmaennisch. Der Konsul wird extra in sein Konsulat bestellt, wo er auch wirklich und bloss eine Stunde verspaetet einlangt. Wir Wuerschtln hamm grad vier Tage gewartet, weil am Ende vom Ramadan, muss man feiern und tagsueber die zuvor in den Nachtstunden angesparten Kilos sichern. Wir nehmen also im Konsulat Platz und werden freundlicherweise als schweizer Freunde ausgegeben. Ein Privatissimum ueber die Reichtuemer und das voellig falsche Bild des Sudans in der Weltoeffentlichkeit folgt. Der Sudan also sei ein an Bodenschaetzen wie Gold und Oel reiches Land, das aufgrund dieser Reichtuemer von seinen Nachbarn angegriffen wuerde. Die Journalisten, welche die Erlaubnis erhalten haetten, ueberall hinzureisen und zu berichten, haetten aber ein voellig unobjektives Bild der Situation widergegeben und zum schlechten Bild des Landes beigetragen. Wir aber wuerden den Sudan als wahres Wunder erleben und seine Bewohner als die freundlichsten von der ganzen Welt. Jaja, sage ich, verkneife mir das Wort Buergerkrieg und fotze der Kassierin die Laecherlichkeit von 200 U$ fuer Visa und Reichtum des Konsuls direkt in die Pranken. An diesem Tag hat der Herr Konsul also in fuenf Minuten 800U$ zum Wohle seines Landes verdient. In Oesterreich kostet dieselbe Leistung 30 EUR pro Person, aber auch das sage ich lieber nicht. Beim Hinausgehen versuche ich verkrampft ein ernsthaftes Gesicht zu wahren und nicht in lauten Jubel auszubrechen. Das holen wir zusammen auf der Strasse nach. JUHUUUUUUUUUUUUUUUU, endlich sudan im Sudan!!!
Bitte, jetzt hat ja C schon allerlei vorweggenommen von der Schiffsfahrt ueber den Assuanstausee nach Wadi Halfa. Aber da war die Welt noch in Ordnung: Fraeulein im Hotel mit Swimmingpool und eine Karte fuer eine Kabine 1. Klasse auf der Faehre in Haenden haltend. Der Marci wuerde 3 Tage am Frachschiff gammeln waerend ich mich ganz alleine dem Luxus am Kreuzfahrtsschiff hingeben werde. So oder so aehnlich muessen da die Gedanken gewesen sein. Na bitte, ganz allein war da niemand auf dem Seelenverkaeufer, das seht ihr auf dem Bild.
.
Und da zeigt sich, es ist nicht alles klasse, wo klasse draufsteht. Ich dagegen war ein bisschen in Italien. Wurde von Luca mit Pasta und Espresso bewirtet und musste bloss ein bisschen smalltalk halten. Maennergespraeche hauptsaechlich ueber Autos und sowas, durchaus vergnueglich.

Und dann also richtig im Sudan. Wahnsinn, endlich Afrika wie wir es uns vorgestellt haben. Afrika war besonders am Scheisshaus vom Hafen aber auch in jenem des Nil Hotels, in welchem die
Passagiere der ersten Klasse eine Nacht auf die Autos wartend verbringen durften. Nach unerheblichen Zollformalitaeten war das Auto befreit und wir durften dem Nil folgend in die Wueste fahren. Ganz toll alles, aber im Nordsudan hats die schlechtesten Strassen von der ganzen Welt. Ihr macht euch keine Vorstellung von diesen Strassen. Wir haben das auch nicht und den Wagen ein bisschen zu sehr auf Komfort getrimmt. Komfort aber zaehlt im Sudan nix. Da zaehlt nur Haerte. Die Haerte war auch Paolo ein autostoppender Italiener den wir aufgegabelt hatten. Wir waren also mit 160l Diesel, 60l Wasser und 70kg pausenlos klugscheissendem Italiener beladen. Das wird jedem Auto zuviel.
Zuerst hats uns beide hinteren stossdaempferhalterungen in den Himmel geschossen, dann den auspuff zertruemmert und
schliesslich auch noch die bremsleitung durchschlagen. Da hupft die fuhr wie ein Goassbock, roehrt wie ein Hirsch und all das ungebremst. Und der Itaka erklaert dir daneben pausenlos, wie er's gemacht, viel besser gemacht haette. Auf der Fahrt bis Khartoum haben wir so ziemlich alle Schlosser, Automechaniker und Schrottplatzmeister kennen gelernt. Eine super Sache und eine ganz eigene Sicht des Landes. In Khartoum schliesslich haben wir in zwei Schritten alles wieder hinbekommen und sind jetzt pistentauglich.

Bitte, jetzt hat ja C schon allerlei vorweggenommen von der Schiffsfahrt ueber den Assuanstausee nach Wadi Halfa. Aber da war die Welt noch in Ordnung: Fraeulein im Hotel mit Swimmingpool und eine Karte fuer eine Kabine 1. Klasse auf der Faehre in Haenden haltend. Der Marci wuerde 3 Tage am Frachschiff gammeln waerend ich mich ganz alleine dem Luxus am Kreuzfahrtsschiff hingeben werde. So oder so aehnlich muessen da die Gedanken gewesen sein. Na bitte, ganz allein war da niemand auf dem Seelenverkaeufer, das seht ihr auf dem Bild.
. Und da zeigt sich, es ist nicht alles klasse, wo klasse draufsteht. Ich dagegen war ein bisschen in Italien. Wurde von Luca mit Pasta und Espresso bewirtet und musste bloss ein bisschen smalltalk halten. Maennergespraeche hauptsaechlich ueber Autos und sowas, durchaus vergnueglich.

Und dann also richtig im Sudan. Wahnsinn, endlich Afrika wie wir es uns vorgestellt haben. Afrika war besonders am Scheisshaus vom Hafen aber auch in jenem des Nil Hotels, in welchem die
Passagiere der ersten Klasse eine Nacht auf die Autos wartend verbringen durften. Nach unerheblichen Zollformalitaeten war das Auto befreit und wir durften dem Nil folgend in die Wueste fahren. Ganz toll alles, aber im Nordsudan hats die schlechtesten Strassen von der ganzen Welt. Ihr macht euch keine Vorstellung von diesen Strassen. Wir haben das auch nicht und den Wagen ein bisschen zu sehr auf Komfort getrimmt. Komfort aber zaehlt im Sudan nix. Da zaehlt nur Haerte. Die Haerte war auch Paolo ein autostoppender Italiener den wir aufgegabelt hatten. Wir waren also mit 160l Diesel, 60l Wasser und 70kg pausenlos klugscheissendem Italiener beladen. Das wird jedem Auto zuviel.
Zuerst hats uns beide hinteren stossdaempferhalterungen in den Himmel geschossen, dann den auspuff zertruemmert undschliesslich auch noch die bremsleitung durchschlagen. Da hupft die fuhr wie ein Goassbock, roehrt wie ein Hirsch und all das ungebremst. Und der Itaka erklaert dir daneben pausenlos, wie er's gemacht, viel besser gemacht haette. Auf der Fahrt bis Khartoum haben wir so ziemlich alle Schlosser, Automechaniker und Schrottplatzmeister kennen gelernt. Eine super Sache und eine ganz eigene Sicht des Landes. In Khartoum schliesslich haben wir in zwei Schritten alles wieder hinbekommen und sind jetzt pistentauglich.

sztatem - 15. Nov, 15:57

Hunger der beste Koch von allen. Da fehlt mir nichts. Ein Topf, eine Pfanne sind genug. Da koche ich meine Nudeln, da koche ich meine Sauce. Was brauche ich mehr? Ich brauche Mango Lassi. Gott, ich brauche ein Mango Lassi, sonst nix. Ich brauch das so sehr. Auch brauche ich die Bananenmilch, auch brauche ich das Guavenmilkshake. All das brauche ich, sonst nix. Aber was brauch man dafuer? Einen Stabmixer braucht man dafuer. Ein voellig absurdes Geraet beim Campen. Sowas hat noch niemend mit gehabt, kein Mensch. Als das Fraeulein Strondl mir dieses Vorhaben, das Vorhaben einen Stabmixer mitzunehmen, offenbarte, wollte ich sofort und unverzueglich die Scheidung. Ein Stabmixer mit Akkubetrieb beim Camping? Das gibt’s ja nicht und simma sich ehrlich, so was gehoert sich auch nicht. Aber ich sage euch, ich taete mich derschiessen fuer dieses Mango Lassi. , das ohne Zweifel das beste der Welt ist. Die Mangos sind wahnsinn. Man muesste ein Lied drueber schreiben. Faellt euch ein fetziger Titel ein?