Der Bure und die Kost
Wenn man es geschafft hat, ueber den Musikgeschmack des Buren hinweg zu sehen, merkt man als naechstes, dass der Bure der netteste und gastfreundlichste Mensch der Welt ist. Es ist zum Verzweifeln, seit wir Aussenkehr erreicht haben, werden wir pausenlos eingeladen. Als erstes haben wir ein Paar mit ihrem Toyota aus dem Sand gezogen und wurden dafuer zum Abendessen gebeten. Ja, sagt da unser Gastgeber Willem, wir Buren essen gerne Fleisch. Er meint, viermal pro Woche liege schon ein Steak am Teller oder natuerlich ein Burenheitl, hier Boerewors geheissen. Aber es sei nicht so, dass sie ausschliesslich Fleisch aessen, weil an den anderen Tagen gaebe es Gefluegel oder Fisch. Ich gestehe aber, ich hab noch nie so gutes Fleisch gegessen wie hier. Am liebsten ist ihnen ein Braai, also eine Grillage. Der Suedafrikaner ist in dieser Disziplin zumindest Vizeweltmeister oder so. Es gibt viel Lamm, Strauss und Rindvieh, wenn es nicht schon auf der Weide verdorrt (siehe unten) und eben diese ausgestopften Burendaerme, die allein einen ganzen oesterreichischen Grill beanspruchen wuerden. Gewuerzt wird mit Braaisaul, einem Gewuerzpulversalzglutamat aus der Attadose. Vielleicht fehlt dem Buren also die Finesse anderer Grillvoelker, aber das wird alles mit Quantitaet ausgeglichen. Fleischfleischfleisch und aus.
Tipp aus der Praxis: Wenn ein Bure am Tisch sagt, kannst du mir bitte das Gemuese reichen, meint er das Huhn. Das ist suedafrikanischer Humor. Sonst haben wir hauptsaechlich Land Rover Witze zu hoeren bekommen (bleiben aus Pietaetsgruenden unveroeffentlicht).
Tipp aus der Praxis: Wenn ein Bure am Tisch sagt, kannst du mir bitte das Gemuese reichen, meint er das Huhn. Das ist suedafrikanischer Humor. Sonst haben wir hauptsaechlich Land Rover Witze zu hoeren bekommen (bleiben aus Pietaetsgruenden unveroeffentlicht).
sztatem - 30. Aug, 13:00
