Awright, looks like the worst case scenario was yet to come. So forget about suspension, brakes, and Paolo. In the Bale Mountains in the south of Ethiopia our gearbox got completely jammed. St. George couldn’t move an inch and no way to repair the damn thing. How we imported a used gearbox from Austria and how this gearbox was transformed into a differential in order to become a legal immigrant is another story. You may then also read how 200% import tax helped to legalise the general illegalness of gearbox imports into Ethiopia. Tomorrow we will start down south again to meet St. George and hand over his Christmas present: a used, oily gearbox from Zirl. Then it’s time to get to Kenya. There, we were told it’s warm (in the Bale Mountains it’s almost as cold as in Europe at the moment) and the country looks like Africa is supposed to look. Yes, we were told so.
sztatem - 22. Dez, 16:48
Bitte, wir waren festgesteckt, laenger naemlich als wir wollten und in aethiopien. gerade waren wir auf dem weg zu unserem campingplatz, gerade passierten wir nyala und warzenschwein in den Bale Mountains, als es passierte: Ein Krachen im Getriebe und danach voelliger Stillstand.

St. George war unbeweglich, das Getriebe gaenzlich blockiert. Wir warteten also auf ein altes Getreibe, wo noch daheim auf einsatz wartete (jaja, da Papa wird’s scho richtn), aber die Einfuhr nach Aethiopien war aus vielerlei Gruenden nicht erlaubt. Die Verwandlung des Getreibes in ein Differenzial hat die Sache erleichtert, die Entrichtung von 200% Einfuhrsteuer das Verbot doch noch aufgehoben. Jetzt sind wir noch kurz in Addis, um den Radkasten mitzunehmen, Visa zu verlaengern und die Speisekammer zu fuellen. Weihnachten kann ich mir nicht schoener vorstellen als oelverschmierte zahnraeder zu jonglieren. Ihr vielleicht?? Neinein, Christine ist ganz meiner meinung. Sie hat zuerst was von heissen quellen und so geschwafelt (auf ueber 3000m isses naemlich saukalt in der nacht), aber mittlerweile is sie schon zur vernunft gekommen. Oelige Zahnraeder, jawoll, das isses, hat sie woertlich gesagt. Weiters, sagte sie, ich kann mir kein schoeneres weihnachtsgeschenk wuenschen (alles originalton).
Wenn wir alles meistern, gehts dann auf schnellstem wege nach Kenya, das wir uns schon sehr herbeiwuenschen. Da solls naemlich warm sein und ausschaun wie es eben in afrika ausschaut.
sztatem - 22. Dez, 16:47
fotos in diversen bilderalben
sztatem - 5. Dez, 12:38
Der Aegypter is der aergste. Der Aegypter is der alleraergste von den Autofahrern , das weiss jeder. Der Libyer ist auch der Aergste. Mit 160 faehrt der auf der Bundesstrasse, sagt er. Aber der Aegypter, meine Herren! Die aegyptischen Autos sind Hupen, wo noch ein paar Zusaetze angeklebt sind mit Klebeband, das Notwendigste halt. Immer gibt es Lenkrad und Schalthebel, ein Motor muss auch da sein wegen der Bewegung und wegen dem Schalthebel ein Getriebe. Sitze sind auch fast immer vorhanden. Sonst aber nix, ausser da haengt noch ein Wunderbaum. Der Aegypter ist ein guter Autofahrer, aber halt Italiener hoch drei und viermal Hupe. Wenn du aber glaubst, der Aegypter kennt eine Verkehrsregel, dann irrst du dich, weil er hat ja die Hupe. Wenn die Hupe nicht funktioniert, ist nicht nur das Pickerl weg, sondern ueberhaupt Feierabend. So ist das in Aegypten. Dann kommt der Sudan. Und der Sudan ist eine Ueberraschung. In Khartoum gibt Einbahnen auch wenn du als Fremder diese erst erkennst, wenn du einer Front sudanesischer Autos gegenueberstehst. Diese Situation ist auch einer der wenigen Anlaesse, bei denen der Sudanese dann doch zur Hupe greift. Es gibt auch Zebrastreifen (in Khartoum) und ich glaube einen Autofahrer gesehen zu haben, der stehen blieb. Jetzt kommt der Aethiopier. Der Aethiopier kommt direkt aus dem Mittelalter. Er kennt den Esel, er kennt das Dromedar fuer den Transport. Er selber aber geht zu Fuss. Der Aethiopier geht immerfort. Alle Aethiopier gehen immerfort. Wir haben keine Ahnung wohin und warum sie gehen, aber sie gehen. Die Strassen sind voll, der Strassenrand eine Prozession. Jetzt ist aber das mit dem Mittelalter. Das Mittelalter beginnt buchstaeblich 200m hinter der Satellitenschuessel und 300m nach dem Internetcafe. Es ist verrueckt. Der Aethiopier jetzt scheint keinerlei Vorstellung von Geschwindigkeit und Gefaehrlichkeit von Autos zu haben. Eine Strasse ist als Gehweg viel bequemer als der Strassenrand oder ein Pfad und das Vieh kann man auch viel besser treiben. Die Strassen sind also immer voll. Das Vieh ist eine eigene Geschichte. Das aethipische Rindsviech ist generell im Narrenkastlmodus. Du hast keine Ahnung, wo es hinschaut, aber egal, wo es hinschaut, es reagiert nicht. Und erst der Esel! Der Esel geht seines Weges. Ob der Weg des Esels ein Ziel hat, weiss nicht mal der Esel und sein Besitzer kann nur eine grobe Himmelsrichtung mit Hilfe wilder Schlaege einfordern. Der Esel scheint mit dem Leben abgeschlossen zu haben und marschiert – immer ins Auto.
sztatem - 5. Dez, 12:01
Aethiopien scheint so reich. Es ist unglaublich, nach fast zwei Monaten Wueste wird alles gruen. Saftige Felder ueberall, das Getreide steht dicht, Tef, Weizen, Sorghum, Hirse quasi wohin du schaust. Und erst die Rindvieha! Nicht mehr die bespannten Gerippe aus dem Sudan, die der Wind mit jeder Boehe zu erfassen droht, nicht mehr die aufgeblaehten Haeuta, die du lebendig beim Gerber einstellen kannst, die noch vor ein paar Tagen allgegenwaertig waren. Nein, hier steht das Rind im Saft, hier ist es do dick und wohlgenaehrt, dass du bei jedem Hinsehen nur noch ein dickes Steak siehst. Der Tafelspitz mit Apfelkren scheint dir fluoreszierend aus der Kuh entgegenzuleuchten. Der Schwanz vom Ochsen schwimmt in einem Reindl voller Suppe, ich schwoere. Ja sind denn alle deppat! Warum, um Himmels Willen, liefert die Welt Tonnen von Saecken voller Weizenmehl, Dosen voller Pflanzenoel, Kisten voller Pulvermilch in dieses Land? Wieso heisst die Welt immer USA? Schicken die USA die Nahrung im Namen der ganzen Welt oder ist die ganze Welt mittlerweile vereinigt? Warum all das so ist, werden wir naiven unwissenden Touristen nie verstehen. Aber ein bisschen erklaeren koennen wir das schon: Hast du schon mal eine aethiopische Strasse gesehen? Nein? Kein Wunder, es gibt naemlich keine. Die Hauptstrassen im Norden wurden von den Italienern waehrend ihrer kurzen Besatzung in den 1930ern gebaut. Nebenstrassen gibt es keine, denn die haben die Italiener nicht gebaut. Kannst du dir vorstellen, wie ein Katzenkopfpflaster nach 70 Jahren aussieht? Die Strassen mit Katzenkoepfen sind noch die guten. Es gibt also keine Strassen, aber das muss noch kein Hindernis fuer starke LKW sein. Was aber glaubst du kostet ein Liter Benzin? Ein l Benzin kostet so viel wie ein Abendessen in einem Gasthaus. Und wenn das Gasthaus nicht so teuer ist, kriegst auch noch ein Kruegl dazu. All das zum Preis von einem Liter Benzin. Wofuer, glaubst du, gibt der LWK-Fahrer lieber sein Geld aus, fuer Benzin oder fuer Bier? Eben, und ohne Transport gibt es keinen Handel, keine Moeglichkeit fuer die Menschen, an Waren zu kommen, keine Moeglichkeit, ihre eigenen Produkte zu verkaufen. Fuenfundsiebzig Prozent der Aethiopier muessen mehr als 6 Stunden zu einer Strasse gehen.
sztatem - 5. Dez, 12:00
What is a worst case scenario? Yes, I know it’s an album by Deus, but that’s not exactly what I mean. Well, in fact it is what I mean. We got that alum as a present before we left. But when are we supposed to put it on? How can we know in the middle of our journey? Is there a worst case scenario for the car and one for ourselves? If there is one for the car, what about the Sudanese roads or rather what the Sudanese roads did to our car: The Sudanese roads are not too good. In fact, they are really really bad. They make the suspension work a lot. If the suspension is too soft this may cause problems, the workload I mean. It may make the shock absorbers fly skywards. In order to do so, they need to break lose from the frame. First, it’s only one that may go but the remaining absorber may be reluctant to do all the work on its own. Therefore it’s very likely that it also goes. When both shock absorbers are gone the axle is all free to do what it likes. It likes to jump like a mad bull on a stampede with the body of our Land Rover being the Cowboy. The bull normally will be released after 7 seconds and little harm is done to the rider. Our car was riding the bull for two days carrying 160l of fuel, 80l of water and a mad Italian hitchhiker named Paolo. Paolo, besides being a very nice person, was a bit of a smartass. If I was the car, Paolo alone would have caused me to break down. The jumping axle started to bash the exhaust pipe making it break on several spots. A broken exhaust makes a lot of noise. It really does. Anyway, that’s not yet a worst case scenario. What made the bad scenario worse was again the axle. This time it started to kill the break pipe. I could floor the break pedal without resistance (otherwise nice as it goes so easy). So we ended up in riding a crazy bull, roaring like a starfighter on afterburner and unable to stop. That is definitely worse but not yet a worst case. It only got a worst case scenario when during all this, Paolo started to explain elaborately how he would have done it (always stressing that he was not a mechanic, but….).
No, he is still alive. However, his ride was over soon after (the official explanation: weight reasons).
sztatem - 5. Dez, 11:13
Nobody will tell you. The guide books don’t mention anything. None of the overlanders we met told us a thing. Not even the locals would inform us. Nothing. Therefore we were absolutely surprised when we suddenly arrived in Africa. I know, there is no such thing as Africa but we all have imaginations. We drove through a little gorge and on the other side everything was different. There was no more desert. After one and a half months of sand and dust the land was green or rather brownish green (Africa after all). There were no more arab style houses but round huts made of clay with roofs of straw or reed. Cattle was everywhere: goats, sheep, and cows. Faaaantastic! Then everything went quite quickly. We drove for half a day, slept in the bush, drove another half day and arrived at the Ethiopian border. Again everything was different: no more burocracy, everything straight forward. We were through in an hour and heading for the customs office about 30km away from the border. That’s where the day started to get interesting. The customs office was closed (lunch time). So we had a cup of 5 spoons of sugar dissolved in tea on a roadside tea stand. We talked with the locals and a boy asked us whether we could give him a lift to his parents’ place. Of course we could. After an hour’s drive we arrived at his home and invited us for coffee. Ethiopians are world champions in making coffee. They invented it after all and the coffee ceremony is famous. They even roast their coffee beans freshly on a charcoal stove. Yeahh! The house was also great: There was the boy’s mother, her daughters, and the daughters’ children plus three calves that behaved like dogs. After one and a half months of instant coffee and this sugar saturated tea I drank the best coffee in the world. Can you imagine? Time went on and we left to arrive in the net town before it got dark. We had just left when we had to stop for cattle crossing the road. A boy approached the car and asked me something in amharic. I had no idea what he was talking about and mentioned he name of the city we were heading for. 30 seconds later, another boy was sitting on our hood clinging to our wipers and we drove on. After a while we tried to find out what was going on and asked the boy inside. He wouldn’t understand a word and wouldn’t come in. He looked quite ill, was totally frightened and spoke not a word of English. In the next village we asked the people to tell us what was going on and get the boy inside. By the time he was almost deep frozen but would come inside. In the following village I tried again to ask the people. I told them that he probably needed a doctor.
All the people started to laugh their heads off and told me that the boy was not at all a doctor but a farmer. Conversation can be so refreshingly efficient! Anyway, it turned out that they had a clinic there; we gave the boy some money and drove on. We decided that we like days like that!!
sztatem - 5. Dez, 11:12
Damn, the UN spoiled our statistics. We were going to prove that all Scandinavians you meet on African roads have names starting with a J. Now we can’t anymore because the UN employed Michael from Denmark. Anyway, we didn’t meet Michael on the road but in the Addis Hilton. What WE did in the Addis Hilton is another story. On the photo you can see Jarle and Johan representing 100% of Scandinavians we met on African roads (www.cape2cape.no).

Behind them you can see Betsy. Betsy does not start with a J but Betsy isn’t Scandinavian. She is from South Africa. See how good our statistics were if it wasn’t for the UN.

We also have prepared a little quiz for you. If you answer the question correctly you can win a valuable prize. To start, see the other photo of Betsy and tell us in which device she hides a water tank. It’s well disguised, and no, it’s not the shovel. If your answer is right you may win yourself a set of 5 pens to be donated by Ethiopian children.
Jarle tried to convince us that a car needs a name. According to him, this is particularly true for a 34 year old Land Rover and is absolutely necessary in case a 34 year old Land Rover is yellow in colour. Ok, we sort of agreed but we are bad in giving names to things that don’t respond when you call them. So we were glad that Jarle came up with a name that seemed an almost perfect choice: St. George. What a holy name! You really need a saint on such a trip especially in a senile Land Rover. It’s also the name of an Ethiopian beer with very stylish yellow labels. We are still working on a sponsorship contract (will let you know in case we are successful). At the moment it’s still rather us sponsoring the brewery.

sztatem - 5. Dez, 11:09
Wir fuhren tief in die Wueste, immer weiter und immer gegen den Wind. Jede Meile war hart erarbeitet, weil der gelbe Wagen

hat die Windschluepfrigkeit einer Schrankwand und einen Murl, den quasi noch Rudolf Diesel, Gott hab ihn selig, hoechst selbst entwickelt hat. Der Rudl war damals darauf aus, dass seine Motoren alles und selbst Carbonstaub fressen. Ich bin sicher, dass unserer das kann. Bei uns aber kriegt er nur Schonkost und gibt uns dafuer den Gegenwert von 50 mph (das ist englisch und heisst meilen pro

stunde), wenn uns der Wind auf die Nase blaest. Wenn wir mehr wollen, kocht er ueber, weil der Wind kommt aus der Wueste und kocht auch, Foehn ein Mailuefterl dagegen. Jetzt wollt ihr wahrscheinlich von uns wissen, wie viel 50mph in km/h sind, was? Aber das sag ich euch gleich, werdet ihr von uns nicht erfahren. Ihr habt alle einen Taschenrechner am Computer. Da habt ihr das in nullkommanix ausgerechnet. Das von uns zu erwarten, ist schon ein starkes Stueck! Fuer euch ist das ein Klax und wir muessen schon den ganzen Kaas hier schreiben und all das bei einer Moerderhitze. Das ist enorm viel Arbeit, eine Qual. Und erst der Editierprozess! Koennt ihr euch das vorstellen? Die Christine muss alles korrekturlesen, weil damit wenigstens die groebsten Rechtschreibfehler ausgebessert sind und ihr wollt nicht mal eine einfache Multiplikation die selber ausfuehren? Da krieg ich fast ein bisschen einen Grand, weil das Schreiben faellt mir nicht leicht. Wenn ihr es aber unbedingt wissen wollt, handelt es sich bei unseren Meilen um statute miles, welche im Gegensatz zur nautical mile nicht 1,8 sondern nur 1,6 km messen. Ihr muesstet also lediglich fuenfzig mit einskommasechs multiplizieren. Das ist eine Kopfrechnung. Schafft ihr das jetzt, oder wie? Achzig macht das, ihr Pfeifen. Na euch geb ich noch mal eine Aufgabe!
Wir sind also viele hundert Meilen in die Wueste gefahren und dann war ploetzlich die Strasse weg. Furt war sie. Von einer Wanderduene geschluckt. In so einer Situation kannst nicht leicht gescheiter dreinschaun als wir. Wir haben uns gut gehalten, das muss ich

sagen. Aber gescheiter Blick oder nicht, wir mussten umdrehen und die Umleitung nehmen. Wo wir dann hingekommen sind, war ganz eigenartig. Aber wenn man schon unterwegs ist, moechte man alles sehn und das Zweistromland ist toll.

sztatem - 15. Nov, 15:34
Nein, ich werde mein Trink- und Esskultur nicht aufgeben (Christine woertlich nach einem Jahr Marci. Beides kann kaum ueberbewertet werden).
Die Campingkueche ist traditionell einfach. Man ist an die primitiven Mittel angewiesen, die man mitnehmen kann, die man mitgenommen hat. Purismus ist gefragt. Man hat einen Gaskocher und mit Gas will man sparen. Man hat Salz, man hat Pfeffer. Und ueberhaupt ist der auf Reisen allgegenwaertige

Hunger der beste Koch von allen. Da fehlt mir nichts. Ein Topf, eine Pfanne sind genug. Da koche ich meine Nudeln, da koche ich meine Sauce. Was brauche ich mehr? Ich brauche Mango Lassi. Gott, ich brauche ein Mango Lassi, sonst nix. Ich brauch das so sehr. Auch brauche ich die Bananenmilch, auch brauche ich das Guavenmilkshake. All das brauche ich, sonst nix. Aber was brauch man dafuer? Einen Stabmixer braucht man dafuer. Ein voellig absurdes Geraet beim Campen. Sowas hat noch niemend mit gehabt, kein Mensch. Als das Fraeulein Strondl mir dieses Vorhaben, das Vorhaben einen Stabmixer mitzunehmen, offenbarte, wollte ich sofort und unverzueglich die Scheidung. Ein Stabmixer mit Akkubetrieb beim Camping? Das gibt’s ja nicht und simma sich ehrlich, so was gehoert sich auch nicht. Aber ich sage euch, ich taete mich derschiessen fuer dieses Mango Lassi. , das ohne Zweifel das beste der Welt ist. Die Mangos sind wahnsinn. Man muesste ein Lied drueber schreiben. Faellt euch ein fetziger Titel ein?
sztatem - 15. Nov, 15:31
Der aegyptische Taxler ist der alleraergste. Du hast keine Chance. Wie auch immer Du es anlegst, du wirst gelegt. Der kennt keinen Genierer, keine Grenze dafuer jedes Gehabe. Wir wissen, dass die Fahrt ins Zentrum ca. 20 Pfund kostet. Wir haben nur in bald einer Woche noch nie 20 Pfund bezahlt. Die guenstigste Fahrt waren 40 Pfund die teuerste 60. Wenn du taeglich zwischen Camping und Botschaft pendelst, faengst du irgendwann das Rechenen an und wenn du das Rechnen anfaengst kriegst du, so du nicht mit grossem Geld gesegnet oder von unnatuerlich sanftem Gemuet, einen unerhoerten Grand. Den Grand, so nimmst du dir vor, willst du in Kostenersparnis ummuenzen. Es kann also nicht so weitergehen. Du nimmst dir vor, den Anweisungen im Reisefuehrer zu folgen: 1. frage nicht nach dem Preis, du sollst ihn wissen (wissen wir), 2. du sollst aussteigen (koennen wir), 3. du sollst zahlen (muessen wir), 4. du sollst dich entfernen (werden wir). Klingt logisch, einfach und umsetzbar. Und was passiert? Wir folgen den Punkten 1-3, schon kommt das Werkl ins stocken. Der Taxler naemlich fotzt unsre Geldscheine irgendwo zwischen die Sitze, springt wie ein Rumplstilzchen aus dem Auto und tanzt und schreit vor uns herum, dass wir vor lauter Schreck die ganze Geldtasche vor ihm leeren. Alles nur Show lesen wir dann spaeter auf Seite 550 im Reisefuehrer, und man solle nicht irritiert sein, wenn der Taxler schreie, er nuetze nur aus, dass man fremd sei und nicht wisse. Na sehr gut, diese lebenswichtige Information also auf Seite 550 praktisch im Index.
Jetzt fahren wir Minibus. Das is klasse. Du haeltst am Strassenrand die Hand raus und versuchst abzuklaeren, was das Ziel der Fahrt ist bzw ob dein Ziel am Weg liegt. Bei positiver Verhandlungslage verstaust du deinen Koerper mit 17 weiteren Aegyptern in einem 30 Jahre alten VW-Bus. Jetzt ueberleg mal, wo der Hintern von einem 30 Jahre alten VW-Bus mit so einer Beladung haengt? Das ist Formel1 Niveau. Als naechstes muss deine Hand irgendwie den Weg in den Hosensack finden und einen der unglaublich grindigen 50 Piasterscheine hervorzwicken. Den ueberreichst du dem Fahrer oder dem Kassier und die Sache ist gebongt. Das is so entspannend, weil der Preis fuer alle gleich. Bloss einmal hat ein zehnjaehriger Kassier versucht, uns pro Person 1 Pfund zu entlocken. Als ich das mit den 50 P erklaert hab, hat der ganze Bus gelacht. Als wir ausstiegen, hab ich 50 Piaster im Bus vergessen. Der Bus ist stehen geblieben und der Kassier hat mir das Geld gegeben. Das ist der fuer uns unbegreifliche Wahnsinn: es ist alles nur ein Spiel.
sztatem - 15. Nov, 15:27
also zuerst ja ewig tote hose wegen dem sudan visum. dafuer dann in einem aufwisch visum und faehrtickets gekriegt und marc und die karre ins autoboot gen sudan verfrachtet. aber davor, ja davor, natuerlich alles immer noch der selbige tag, noch nen abgerissenen stossdaempfer entdeckt und auf zum mechaniker, der eigentlich spengler war, das ding wida anschweissen lassen und und und. aber, in shallah, zu guter letzt alles wida an seinem richtigen platz und, das beste, wie scheint auch wida funktionstuechtig. wichtig, denn im sudan wirds viel zu daempfen geben.
so, jetzt wird den beiden nachgefahren, first class cabin auf der personenfaehre. kann mein glueck gar nicht fassen. und das beste, gestern geduscht, heute geduscht und voraussichtlich morgen duschen. das entspricht etwa dem sonstigen eineinhalbwoechigen duschpensum, bei welchem ich schon liebevollst luxusgeschoepf genannt werde... aber im sudan gibts jetzt dann eh nix mehr. alles erst wida in ethiopien erhaeltlich. geschreibsel, fotos und so weiter.
sztatem - 30. Okt, 07:30
>

das ganze fuer den franze
sztatem - 24. Sep, 18:16
da papa wird's scho richtn. da papa wird's scho richtn. das g'hoert zu seinen pflichten dafuer ist er ja da, der herr papa
sztatem - 23. Sep, 19:43